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Was hat Elly Heus-Knapp mit einem sabbernder Hund zu tun?

Das weiß wirklich niemand. Der Hund kann ja nicht reden, und die Elly Heus-Knapp weilt nicht mehr unter uns. Also muß jeder Leser diese Frage für sich beantworten. Wem diese Frage egal ist, kann sich überlegen, wie und wo man am besten den Frühlingsbeginn feiert?

Im Internet stand ein kostenloser Tipp: ein kostengünstiger Ausflug nach Giesing.

Das hat zwei praktische Gründe:

1. Aus Putzbrunn benötigt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nur eine knappe Stunde (eingefleischte S-Bahnfahrer wissen, dass es nur vier Haltestellen von Ottobrunn aus sind).

2. Elly Heus-Knapp hatte für den 2. März eine Einladung ausgesprochen, das nach ihr benannte Bildungsinstitut in Giesing zu besichtigen und die dort gereichten Kaffee, Kuchen und Salate zu kosten. Danke schön!

3. Der dritte Grund hätte der Besuch im heiligen Löwenstadion sein können, aber so etwas würde von einigen Vereinsmitgliedern als ketzerisch und tendenziös angesehen werden. Aus diesem eher hypothetischen Grund wurde der Punkt 3. aus dem Programm gestrichen.

Der Einladung von Elly Heuss-Knapp sind auch andere Anhänger der Architekturgeschichte aus München gefolgt. Nun ja; auch sie wussten nicht, dass das Ausflugsziel etwas heruntergekommen war (mag es an dem harten Winter liegen oder aber auch an der Verschmutzung durch die direkt vorbeifahrende S-Bahn).

Im Unterscheid zu unserer Ausflugsgruppe (leuchtendblau) waren die anderen etwas langweiliger gekleidet (in schwarz-weiß und in TB*-blau) und hatten kein Maskottchen dabei.

Mit den schwarz-weißen hatten die D2 Ladies (heute zu siebt) ja seit dem ersten Spieltag noch eine Rechnung offen. Entsprechend konzentriert und motiviert begannen die leuchtendblauen. Im ersten Satz ging es einigermaßen ausgeglichen bis zum 15 Punkt.

Das Spiel sah sehr gut aus: viel Bewegung auf dem Feld; kein Ball wurde aufgegeben; die D2 war laut und präsent; der Zuspielerblock auf der „zwei“ war da (s. Beweisphoto unten); es lief gut.

Dann legten die Gastgeber in schwarz-weiß aus unverständlichen Gründen einen Gang zu, erwischten uns kalt in der Annahme und nahmen den ersten Satz mit. Im zweiten nahmen sie den Gang nicht mehr raus, und die leuchtendblauen waren etwas unkonzentriert. Dafür war der dritte Satz ein wahre Volleyball-Fest: viele umkämpfte Ballwechsel, Angriffe, Blockabwehr (s. das o.g. Beweisphoto). PSV war in der Schlussphase in Führung, machte den Sack aber nicht zu. Vielleicht lag es auch an den angesabberten Bällen. (Anm. d. Red.: Würden Sie einen Ball in die Hand nehmen, wenn vorher ein Ihnen unbekanntes Tier dran geleckt hat? Gut, das Tier mag ja vielleicht ganz knuffig gewesen sein). Drillmaster wirkte – nicht wie sonst – unaufgeregt und zufrieden.

Beim zweiten Akt des Tages ging es gegen den TB (Anm. d. Red: Trommelbund), und die D2 durfte noch lauter sein, um das Trommelgetöse der Gegnerinnen zu übertönen. Gelang trotz starken Kampfgeistes nicht ganz. Da die Power-Riegel ausgegangen sind, hatten nicht alle PSVlerinnen das höchste Energieniveau, und die Trommlerinnen hatten bei vielen ihre Aufschläge eine recht leichte Aufgabe. Ansonsten wurde sehr viel Einsatz gezeigt und kein (auch wenn angesabbert) Ball aufgegeben. Auch das lebende Maskottchen des PSV (kurz behaart und leuchtend blau) hat sich beim anfeuern ordentlich verausgabt.

Gerüchten zufolge soll das Maskottchen eine Festanstellung gegen Futter und Trinknapf bekommen. Tierschutzverein Neubiberg ist bereits informiert.

 

Die Statistiklangweiler können sich an den u.g. Zahlen je nach Motivation ergötzen oder austoben:

SW – Leuchtendblau     25:17, 25:13, 27:25

PSV – Trommel 19:25, 12:25, 16:25

K1: Ann 64,3% – Zspl 71,4 – Angr 62,8% – Sich 23,5%
K2: Aufschl 65,4% – Blck 52,7% – Abw 77,4% – Sich 35,7%

Zuschauer: 21, 1 Tier
Andere Kenngrößen und Indikatoren werden einer Qualitätsprüfung des Statistischen Bundesamtes unterzogen und werden daher im Augenblick nicht veröffentlicht.

 

)* TB: Turnerbund