· 

# Trotz Weißwurstfrühstück 9 von 12 Punkten

Es hat sich inzwischen herumgesprochen, daß eine richtige Ernährung am Morgen des Spieltages eine wichtige Rolle spielt. Das haben die Herren 1 des PSV schon in Neu(Alt-)Tötting unter Beweis gestellt.
Warum nicht auch die Nesthäckchen des PSV. Gedacht, getan. Um 10:00 Uhr (vor dem Spiel) wurden alle PSV-Mitglieder zum WWF (Anm. der Redaktion: WWF = Weißwurstfrühstück) einbestellt. Keiner konnte natürlich wissen, daß um diese Uhrzeit noch nicht mal der Kaffee fertig ist. Dennoch erfreute sich die D2 über einige Fans (H1/2), die weniger wegen des WWF in die Halle kamen, sondern um mitzuhelfen und anzufeuern. Das wurde schon im Vorfeld mit 98% der WWF-Bestellung belohnt.
Die gesamte Truppe (Mannschaft + Fans) war so gut gestärk, daß der Aufbau für das Spiel und die Küchenarbeiten in Rekordzeit erledigt waren. Denselben hochmotivierten Einddurck muss die D2 auch bei den Gegnerinnen hinterlassen haben, als man geschlossen aus der Mannschafstgarage heraustrat, 450 elegante Seilsprünge (gesamtes Team, inkl. Trainer) absolvierte, und anschließend die lahme Stimmung in der Halle mit einem "Gibt mir ein Pääääh ..." niederbrüllte. Solch martialischen Attitüden sind bei D2 seit dem legendären Ausflug in den Forstenrieder Park an der Tagesordnung. (Anm. der Red.: die Motivationsansprache erfolgte diesmal nicht in der Kabine, sondern in der Garage). Alle 8 Spielerinnen waren hoch motiviert und ließen sich durch das Gekreische der Gäste nicht aus der Ruhe bringen. Die ersten beiden Sätze gegen den DJK waren zwar sehr umkämpft, abeir die Ladies in Leuchtendblau blieben konzentriert und kämpften um jeden Ball. Die Annahme funktionierte gut, die Angriffe wurden clever ausgeführt und (!) die Aufschläge sicherten immer wieder wichtige Punkte. Die Zuspielerinnen konnte immer wieder gute Pässe spielen und der Block war erfolgreicher als bei den letzten Auftritten. Die lautstarken und motivierten Fans waren nicht zu überhören und taten, als wären sie die siebte Frau auf dem Feld. Die D2 war selbst überrascht, die beiden ersten Sätze gewonnen zu haben. Das Spiel blieb sehr intensiv und laut. Die beim WWF getankte Energie schien am Anfang des dritten Satzes aufgebraucht. ein paar starke Aufschlagsserien des DJK brachte den PSV ins Hintertreffen. Ruczuckk stand es 8:19 aus der PSV-Sicht und auch die erste Auszeit des Drillmeister konnte ein 12:22 zunächst nicht verhindern. Nach der 2. Auszeit und einem "Es wird schon. Keine Hektik jetzt. Wir spielen uns jetzt für den vierten Satz warm, und dann kommen wir wieder zurück." kam eine affenstarke Aufschlagsserie. Die mutig aufspielenden Leuchtendblauen wollten wohl keinen vierten Satz spielen und holten Punkt für Punkt auf. Die bis dahin lauten und drückenden DJKlerinnen versuchten dagegen zu halten, aber die Kampfmoral des PSV war wiederhergestellt. Die Gäste waren beeindruckt von, zogen zwar noch gleich, aber die sich inzwischen erholten PSVlerinnen (zurück von der Bank) setzen das Tüpfelchen auf dem "i". Der hart umkämpfte 3. Satz wurde mit 26:24 schließlich heimgebracht.
Nun stürmte die Bank aufs Feld und man tanzte gemeinsam im Kreis, wie die Großen. Jede Menge Freudenschreie und glückliche Gesichter.
So ist das eben, wenn die 6 auf dem Feld hervorragend kämpfen, die Bank und die Fans geile Stimmung machen, so daß man eigenltich zu siebt spielt. Merkst Du selbst, was 150% bewegen können!
VC DJK München-Ost-Herrsching IV 3:0 (25:22,25:22,26:24)
 
Das waren die ersten 3 Punkte des Tages. Jaaaaaaaaa!!!
 
Beim anlschießenden Spiel gegen den TSV München-Ost war es nach der Energieleistung gegen den DJK nicht mehr so einfach, 150% zu geben. Nach dem tollen ersten Sieg der Saison sollte es eine Zugabe werden, ein Nachschlag. Die Ansprache in der Garage war nicht so hart, wie zuvor. Die D2 durfte und sollte jetzt sich selbst feiern. Und das taten die Leuchtendblauen auch. Man merkte zwar die Müdigkeit in den Beinen, aber die Ladies konnten sich nach dem ersten Satz aufrappeln und führte im zweiten Satz. Ein paar unlglückliche Entscheidungen brachten eine Zäsur im Spiel. Der Drillmaster hätte gerne einen gut gegebenen Ball (der ewig im "Aus" war) gechallenged, aber der Videobeweis ist noch nicht weltweit eingeführt. Der dritte Satz war eine Kopie des zweiten. Die Abwehr kämpfte, die Aufschläge brachten den nötigen Druck und die Fans unterstützen. Auch hier hätte der PSV das Spiel noch in die Verlängerung bringen können, aber der Ball war öfter auf der falschen Seite des Netzes heruntergefallen. Am Ende ware es ein toller Einsatz mit je 21 Punkten in den letzten beiden Sätzen.
TSV München-Ost II 0:3 (14:25,21:25,21:25)
 
Hochmotiviert verabschiedeten sich einige Fans und konnte anschließend weitere 6 Punkte aus dem Derby gegen die Autobahnnachbarn und den SVN (Gastgeber der Herren 1) hinzubuchen. Nun war die Ausbeute des PSV ganz ordentlich. 4 Spiele, 3 Siege. Freudestrahlende Ladies, betrunkene Fans und zufriedene Herren. Eigentlich sollten diese 9 Punkte gemeinsam im "Poseidon" gefeiert werden, aber 50% der PSV-Belegschaft erschien nicht. Gründe dafür sind nicht bekannt. Verwunderlich, denn der D2-Trainer hätte sein Wort gehalten, und den Siegerinnen eine oder auch zwei Runden ausgegeben. Ob das so gewesen wäre, werden wir wohl nie erfahren.
 
Im anschließenden Interview, meinter der Coach, er sei glücklich wie Oscar. Er sagte aber nicht, welcher Oscar gemeint war (Anm. d. Red.: Coach machte einen überglücklichen, aber verwirrten Eindruck) und eilte zum "Poseidon", um sich bei den Fans zu bedanken.
 
Liebe Fans, Herren 1 und 2, Papa Ibold, Luisa, Lilli, Coach-Chefin, Niklas, liebe Putzbrunner (die nicht vor der Glotze beim Fußball oder Wintersprot saßen) und Nachbarn, freundliche Menschen, in deren Brust ein leuchtendblaues Herz schlägt. Euch gebührt der Respekt der D2. Herzlichen Dank und wir sehen uns dann, wenn es wieder heißt: "10:00 Uhr in Putzbrunn. Der WWF beginnt."