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Putzbrunn hoch 3: Hammer Stimmung und harte Kämpfe

Am 17.11.2018 war es endlich soweit: Wir hatten unseren ersten Heimspieltag in der Saison und das auch noch zusammen mit den Herren 1 und Herren 2. Ganz Putzbrunn fieberte diesem besonderen Ereignis entgegen, wie sich zeigte absolut zurecht!

 

Was die kulinarischen Genüsse und das Rahmenunterhaltungsprogramm anging wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Der Vereinseigene Koch Thomas mit seinen beiden Hilfskräften zauberte ein 1a Chili con Carne mit ordentlich Rotwein und Knoblauch. Die zahlreichen Fans, allen voran unsere leider verletzte Diagonalangreiferin (we miss you Sän), sorgten vom Bier beseelt mit Hilfe eines Megafons für Bombenstimmung. Es wurde sogar für diverse Großeltern extra ein Rollstuhlparkplatz auf der Tribüne abgesperrt. Wir wissen zwar immer noch nicht ob es an unseren unglaublichen Volleyballskills, den neonfarbenen Trikots oder der Nähe zum Bierausschank lag, aber unsere Damen Mannschaft konnte den ganzen Tag über klar den Zuschauer Rekord halten und die Herren damit erwartungsgemäß auf ihre Plätze verweisen.

 

Im ersten Spiel durften wir gegen den überpünktlich angereisten (vielleicht hat da jemand unseren Reisebericht Teil 2 gelesen) SV Forsting-Pfaffing ran. Trotz zum Teil ungewohnter Positionen aufgrund von Verletzungspech fanden wir gut ins Spiel und konnten den ersten Satz mit 25:20 für uns entscheiden. Auch der zweite Satz lief recht flüssig, wovon das Ergebnis von 25:21 zeugte. Besonders die Dankeball-Verwertung hatte sich im Gegensatz zum letzten Spieltag deutlich verbessert. Der 3. Satz markierte einen kleinen Konzentrationseinbruch und ging mit 21:25 an unsere Gegner. Da wir jedoch stets positiv denken wurde dieser kleine Ausrutscher als Mittel zum Spannungsaufbau für unser Publikum angesehen und im vierten Satz nochmal so richtig Gas gegeben. Trainer und Tribüne konnte sich über zahlreiche starke Angriffe und eine gute Abwehr freuen, was zu einem verdienten 25:16 führte und uns 3 Punkte aus dem ersten Spiel bescherte.

 

Das zweite Spiel des Tages fand kurze Zeit später gegen den TSV Eiselfing III statt. Frisch gestärkt durch Chili con Carne, Kuchen und eine kurze Teambesprechung waren wir hoch motiviert uns weitere 3 Punkte zu sichern. Leider hatte der TSV Eiselfing III das gleiche Ziel, was zu einem eklatanten Zielkonflikt und harten Kämpfen um jeden Ball führte. Der erste Satz starte zwar gut, jedoch konnten wir uns keine größere Führung erkämpfen und es fand ein Kopf an Kopf Duell bis zu einem Punktestand von 18:18 statt. Es folgte eine Schwächephase unsererseits in der wir es nicht schafften, den starken Eiselfinger Block zu überwinden. Als Folge davon ging der erste Satz mit 20:25 an die Gäste. Dieser kleine Fauxpas sollte im nächsten Satz wiedergutgemacht werden. Wir spielten konzentriert und konnten uns eine 3 Punkte Führung erkämpfen. Jedoch schafften wir es trotzdem noch einmal durch einen vergebenen Satzball der Mannschaft einen Kasten Bier zu bescheren (danke S.H.d.W.) und das Publikum zum Zittern zu bringen. Im Endeffekt behielten wir aber die Nerven und konnten den zweiten Satz mit 26:24 knapp nachhause holen. Der dritte Satz lief aufgrund von einigen Umstellungen anfangs etwas chaotisch und ging mit 21:25 an Eiselfing. Im vierten Satz gelang es uns durchgehend eine knappe Führung zu halten und wir wurden mit einem 25:23, sowie einem Punkt belohnt. Fans und Trainer wurde somit ein maximal spannendes Spiel über fünf Sätze geboten, das wir leider durch Abgabe des fünften Satzes mit 10:15 doch noch verloren haben.

 

Insgesamt gesehen war unser Heimspieltag trotzdem sowohl spielerisch mit dem Gewinn von 4 Punkten, als auch kulinarisch und feiertechnisch ein Erfolg. Besonders genossen haben wir das großartige Publikum und unsere kurze Anreise. Denn so nett die Mannschaften im Chiemgau auch sind ist es trotzdem sehr schön eine Anreise von unter einer Stunde zu haben. Berechnungen der mannschaftseigenen Controllerin haben ergeben, dass sich unsere Anreise zu Auswärtsspieltagen von durchschnittlich 24 Km in der letzten Saison auf im Schnitt 84 Km in dieser Saison verlängert hat. Das entspricht bei der Anreise mit im Schnitt drei Autos 2.160 zusätzlichen Kilometern und der Emission von 242 Kg CO2. Eine solche Umweltverschmutzung kann von der Staffelleitung schwerlich gewollt sein und wir hoffen deshalb in der nächsten Saison auf eine Rückkehr in die Stadt oder wir müssen doch alle auf Fahrräder umsteigen und einen Tag früher Anreisen. Alternativ könnten wir auch den Aufstieg in die dritte Liga anstreben, die auch nur durchschnittliche Fahrtwege von 87Km pro Auswärtsspieltag hat.